Wir meistern die Lehrzeit gemeinsam!

Gemeinsam mit Ausbildungsbetrieben haben wir uns mit jenen Themen auseinander gesetzt, welche die Lehre in der heutigen Zeit komplexer gemacht haben. Daraus ist das Projekt Kernzeit entstanden. Wir unterstützen die Betriebe bei der Förderung der wichtigen Fähigkeiten, die abseits der fachlichen Ausbildung gefordert werden. 

Während der gesamten Lehrzeit bleiben wir im Austausch mit den Ausbildungsbetrieben. Das erlaubt es uns, flexibel auf Themen einzugehen und diese gezielt zu fördern. 

„Wissen“ für die persönliche Entwicklung

Lernen außerhalb des bekannten Systems. Lernen für die persönliche Zukunft – nicht nur für gute Noten. Dieses Mindset vom „lernen müssen“ wird verändert und positiv aufgeladen. Eine wichtige Grundhaltung, um den „Sinn“ hinter der fachlichen Ausbildung zu erkennen. 

„Mut“ und Selbstvertrauen

Der Unterschied zwischen Selbstdarstellung und Selbstvertrauen ist für viele durch die sozialen Netzwerke schwer zu unterscheiden. Wir zeigen den  Jugendlichen auf, warum Mut wichtig ist, um sich persönlich zu entwickeln und „echtes“ Selbstvertrauen aufzubauen. 

Positive Beziehungen

Wie baue ich positive Beziehungen in einem Unternehmen auf? Warum helfen mir diese Beziehungen, mich persönlich und fachlich weiter zu entwickeln? Und wie kann ich die Beziehung mit mir selbst stärken?  - ein wichtiger Baustein in unserem Projekt, um die Kraft der Teamfähigkeit innerhalb des Unternehmens aufzuzeigen. 

Verantwortung übernehmen

Mit übertragenen Aufgaben wächst das Selbstvertrauen und die Lebensfreude. Eigenverantwortung zu übernehmen betrifft das ganze Leben. Diese Verantwortung wird übernommen, wenn die drei Bereich „Wissen“, „Mut“ und „Beziehungen“ gelebt werden. 

Auszug aus unserem Programm 
für das erste Lehrjahr:
unsere Kernzeit-Tage im Rückblick. 

Themen wie Mut, Beziehungen, Wissen, Selbstvertrauen, ... sind für jeden Menschen individuell besetzt. Beispielsweise Mut: Während manche voller Vorfreude mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug springen, kämpfen andere Menschen mit Höhenangst. Und genau darum geht es uns in der Kernzeit. Erkenne deine Stärken und Schwächen und nutze diese gezielt für deine persönliche und fachliche Entwicklung. 

Tag 1. 

Kennen lernen – deine Kollegen, 
deine Coaches und die Natur. 

Unser Kennenlern-Tag findet im Büro im Vielfeld und in der freien Natur statt. Wir erklären die Kernzeit, wir beschreiben die unterschiedlichen Themenfelder und lernen uns natürlich gegenseitig kennen. Und passend dazu auch einiges über die Natur, in der wir uns an diesem Tag bewegen. Das Mittagessen wird bei uns (fast) immer selbst gemacht. Themenfelder:  Beziehungen, Höflichkeit, Ernährung

Tag 2. 

Erfolgreiche Menschen und ihre Tugenden

Wir sprechen über Menschen, die uns imponieren, die erfolgreich sind, die etwas im Leben erreicht haben. Das kann unser Chef sein, der es vom Lehrling zum Geschäftsführer geschafft hat, unsere Eltern, die immer für uns da sind oder ein Freund, der eine schwere Krankheit gemeistert hat. Was hat sie motiviert? Warum haben sie durchgehalten! Welche Eigenschaften haben ihnen geholfen? Wir lernen unsere eigene Kernzeit-App kennen, in der wir unsere Vorsätze eintragen und umsetzen. Themenfelder: Tugenden, Ziele setzen, Durchhalten

Tag 3. 

Durchhalten – Dankbarkeit 

Trotzdem TUN ist das Motto von Tag drei: Kalt und neblig und wir marschieren einfach los – und – wir halten durch! Keiner jammert! Im Gegenteil – es ist wieder spannend und lehrreich – wer hätte das am Morgen gedacht. Dankbar für diese Erfahrung beleuchten wir das Thema Dankbarkeit von beiden Seiten. Wofür bin ich dankbar? Wo war ich Geschenk für andere? Die „Verwöhnfalle“ erklärt, warum es manchmal so schwer sein kann, Dinge einfach zu tun. Und mit dem Dankbarkeitstagebuch bekommen alle gleich die nächste „Durchhalte-Aufgabe“.
Themenfelder: Durchhalten, Dankbarkeit, Natur, Ziele setzen,

Tag 4. 

Lernen – Themen visualisieren

Diesen Tag verbringen wir mehr oder weniger mit dem Stift in der Hand. Wie sieht eine leserliche Schrift aus, wie gestalten wir Rahmen von Plakaten und Texten und wir zeichnen wir Symbole und Menschen? Und was hat das alles mit Lernen zu tun? Wir testen unsere Aufmerksamkeit und lernen die Funktionsweise vom Gehirn kennen.
Nach der Denk-Arbeit realisieren wir im Team ein Projekt und testen dabei, wie gut wir in der Gruppe zusammenarbeiten können.
Themenfelder: Teamwork, Visualisieren, Lernen, Gehirn, Lerntypen


Tag 5. 

Neues erleben, sich Situationen anpassen  - Grenzen respektieren - Spuren hinterlassen 

Wir treffen uns mit Lukas am Bödele. Es ist trotz Schneemangel kalt. Lukas erklärt uns die Überlebensstrategien der Pflanzen und Tiere und wie sie sich an die Jahreszeiten anpassen. Vor allem die Tiere sind auf unsere Rücksichtnahme angewiesen. Wir diskutieren, wo wir uns anpassen müssen, wo unsere Grenzen sind und welche Spuren wir täglich hinterlassen – auch unabsichtlich.
Themenfelder: Grenzen akzeptieren, mutig sein, sich anpassen und Spuren hinterlassen

Tag 6. 

Aus Erlebnissen Erfahrungen machen

Heute – nach vier langen Monaten sehen wir uns endlich wieder. Die Blockschule und die Coronazeit haben uns auf Abstand gehalten. Natürlich waren wir im Kontakt – digital, aber das Persönliche hat uns gefehlt. Wir berichten über diese Zeit, was wir besonders vermisst haben, aber auch, was wir daraus gelernt haben – somit machen wir aus Erlebnissen Erfahrungen. Wir lernen, dass Geschichten ohne Emotionen nicht funktionieren und vertiefen unser Wissen, wie wir uns wo richtig zeigen.
Themenfelder: Geschichten erzählen, verantwortungsvolles Präsentieren, durchhalten


Tag 7. 

Schätze suchen - Ausgleiche schaffen

Es geht in die Natur an den Bodensee. In Fußach startet unsere Reise. Mit viel Geduld finden wir seltene Blumen und noch seltenere Tiere. Wir verstehen, warum es Ausgleichsmaßnahmen für die Natur braucht – es ist sehr laut rund um die Lagune, die wiederum Schutz und Heimat für viele Tiere und Pflanzen ist. Mit viel Neugier und Geduld schaffen wir es auch in den Gewässern einige Tierschätze zu finden – und sind natürlich sehr stolz darauf.

 

Themenfelder: Geduld, Ausgleich schaffen, Neugierde entwickeln, Durchhaltevermögen zeigen

Tag 8.

Durchhalten gelernt und Präsentieren

Unser erster Tag nach der intensiven Coronazeit. Wir hören zu, was alle erlebt haben und was ihre Erfahrungen waren. Nicht alles war leicht - nicht alles war schlecht. Gleichzeitig erforschen wir, was wir wie präsentieren. Wir erkennen sehr schnell - wir präsentieren uns immer. Am Telefon, beim Mailschreiben, im Bus - wir können nicht nicht präsentieren. UND: Wir überlegen, was wir unseren Ausbildern beim ersten Zwischenabschlusstag zeigen wollen.
Themenfelder: Durchhalten, Erfahrungen machen, präsentieren


Tag 9. 

Zusammenfassung - Gastgeber sein

Unser letzter Tag im 1. Jahr. Am Vormittag legen wir alles zusammen, was wir in den vergangen acht Tagen gemacht und erlebt haben. Wir übertragen die Erlebnisse auf unsere Tugenden und merken - wir haben wir gelernt, mehr als uns bewusst war.
Ab 11.30 herrscht rege Betriebsamkeit. Unsere AusbilderInnen kommen um 15.30 Uhr zu uns und wir möchten Ihnen zeigen, was wir alles gemacht haben. Außerdem möchten wir sie auch kulinarisch verwöhnen. Und - wir haben es geschafft - alle sind stolz. Das war eine gelungene Veranstaltung.

 

Themenfelder: aus Erlebnissen Erfahrungen machen, mit Stress und Druck umgehen, Präsentieren, ein guter Gastgeber sein